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Monopole |
Titel: Monopole
Kategorie: Politik und Wirtschaft / Wettbewerb
Im Folgenden werden die beiden Monopoltypen Angebots- und Nachfragemonopol erläutert. Allgemeine Informationen zum Begriff Monopol finden sich im Lexikonartikel "Monopol".
Angebotsmonopol:
Ein einziger Konzern stellt Waren oder Dienstleistungen, welche am Markt von vielen nachgefragt werden, zur Verfügung. Weil es für die Nachfrager (Konsumenten) zu diesem einen Anbieter keine oder nur unzureichende Alternativen gibt, kann dieser Anbieter die Konditionen seiner Leistungen diktieren. Der Anbieter ist in der Lage, nahezu beliebig hohe Preise zu verlangen, weil er keine günstigeren Konkurrenzprodukte fürchten muss. Auch ist er nicht dazu gezwungen, innovativ, effizient und qualitativ immer besser zu arbeiten, wie es in einer intakten Wettbewerbssituation der Fall wäre, um sich am Markt zu behaupten. Das Angebotsmonopol benachteiligt die Nachfrageseite. In der Vergangenheit war beispielsweise ein großer Softwarekonzern, der u.a. Betriebssoftware herstellt, in der Kritik; man warf ihm vor, sich eine Monopolstellung erarbeitet zu haben und die Wettbewerber nicht zum Zuge kommen zu lassen.
Nachfragemonopol (Monopson):
Viele Hersteller produzieren Waren oder Dienstleistungen, die nur von einem Konsumenten nachgefragt werden. Das hat zur Folge, dass der Konsument nahezu beliebig niedrige Preise für die jeweilige Leistung fordern kann, weil der Produzent diese nicht an andere Kunden verkaufen kann. Oft wird für diese Störung des Wettbewerbs das Beispiel Milchwirtschaft angeführt: Viele Landwirte würden Milch produzieren, seien hinsichtlich der Preisgestaltung aber den großen Lebensmittelketten ausgeliefert, welche Dumpingpreise für die Produkte festlegen würden. Immer wieder kam es in der Vergangenheit daher zu Protesten.
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