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Unternehmen - Forum |
Unternehmen
bubblegun
27.04.11 23:21:15 |
Unternehmen
Hallo Leute, ich habe diese Aufgaben überhaupt nicht verstanden und hoffe auf eure Hilfe.
Es gibt verschiedene Unternehmenskonzepte.Erläutere die Unternehmenskonzepte (Shareholder-Value, Stakeholderkonzept) , indem du deren unterschiedliche Zielsetzung erarbeitest.
Diese Aufgabe ist mir wichtiger , deswegen hoffe ich , dass ihr sie beantworten könnt. Stelle Vor- und Nachteile der Unternehmenskonzepte uas der Perspektive a) der Arbeitnehmer b)der Eigenkapitalgeber (z.B Aktionäre) c) des Staates her.
Über jeden praktischen Tipp, der mir bei der Lösung meiner Aufgabe weiterhilft, würde ich mich wirklich freuen danke
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Sebastian
28.04.11 00:27:13 |
Shareholder- und Stakeholder-Ansatz
Hallo,
zum Thema Shareholder- vs. Stakeholder-Ansatz gibt es jede Menge Material - sowohl in Büchern als auch im Web. Von daher verzichte ich jetzt mal darauf, ausführlicher zu erklären, was die beiden Konzepte bedeuten. Das kannst du z.B. in folgenden Quellen nachlesen: - http://www.orglab.org/fileadmin/orglab/sidebar/Shareholder_vs._Stakeholder.pdf - http://www.economics.phil.uni-erlangen.de/bwl/lehrbuch/gst_kap5/vglshstv/vglshstv.html
Dort findest du auch verschiedene Gegenüberstellungen der Ansätze. Im Folgenden werde ich trotzdem ganz verkürzt die Idee Shareholder- vs. Stakeholder-Ansatz beschreiben. Die Ausführungen sind stark vereinfacht, um einen allerersten Eindruck der Konzepte zu vermitteln.
Ganz grob gesagt geht es darum, wessen Zielen die Unternehmung dienen soll. Je nachdem, wessen Nutzen man maximieren will, muss man unterschiedlich handeln/entscheiden. Und je nachdem, wessen Perspektive man einnimmt, kann man zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen, ob Entscheidungen des Unternehmens "gut" oder "schlecht" waren. Die Ziele der Interessengruppen können sich nämlich stark unterscheiden und zueinander im Widerspruch stehen.
Irgendwie beteiligt (oder "einbezogen") sind bei einem Unternehmen ja viele Interessengruppen, z. B. einerseits die Mitarbeiter oder andererseits die Kapitalgeber, die Geld in die Firma stecken (Aktionäre), oder aber auch die Bevölkerung, in deren Umgebung das Unternehmen arbeitet.
Wenn ich vor allem die (i.d.R. monetäre) Perspektive und die Zielvorstellungen der Anteilseigner/Aktionäre (-> Shareholder) berücksichtige, handele ich nach dem Shareholder-Ansatz. Das vorrangige Ziel dabei besteht (ganz kurz gefasst) darin, den Nutzen der Anteilseigner zu maximieren. Dementsprechend hat das vor allem Vorteile für die Anteilseigner. ;-) Da man Gewinn, Eigenkapitalrendite, Dividenden usw. gut in Zahlen fassen kann, lässt sich bei diesem Ansatz auch gut überprüfen, wie erfolgreich man seine Ziele verfolgt hat. Außerdem sind Kapitalgeber wichtig/begehrt/umworben, sodass es als gerechtfertigt erscheinen kann, sie durch eine Unternehmensausrichtung zu "locken", die ihren Interessen besonders entspricht. Auf Kritik stößt der Shareholder-Ansatz jedoch, weil er eben vor allem die Interessen einer einzigen Gruppe einbezieht, nämlich die der Shareholder. Die Ziele der Mitarbeiter oder der Öffentlichkeit/Umwelt sind eher nachrangig.
Der (modernere) Stakeholder-Ansatz bezieht alle Interessengruppen mit ein, die am Unternehmen irgendwie beteiligt sind. Das sind zwar natürlich auch die Kapitalgeber/Anteilseigner, aber eben auch die Mitarbeiter usw. Neben den Zielen der Anteilseigner werden also auch Ziele wie möglichst gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, geringe Umweltemissionen etc. als Unternehmensziele verfolgt. Das ist gut für die Mitarbeiter und alle Gruppen, die beim Shareholder-Ansatz nicht im Mittelpunkt stehen. Andererseits kann es hier schwierig werden, seinen Erfolg zu überprüfen: Wenn ich so gut wie keinen Gewinn mache, kann das ja bedeuten, dass ich die meisten Stakeholder gut bedient habe, d.h. ich habe den Mitarbeitern so viel bezahlt wie möglich, den Kunden nur so wenig Geld abgeknöpft wie nötig und den Lieferanten keine harten Billigpreise abverlangt. Oder habe ich vielleicht doch einfach schlecht gewirtschaftet?
Ganz platt zugespitzt: Wenn ich dem Hausmeister 20.000 EUR als Monatsgehalt zahle und ihm erlaube, den ganzen Tag mit einem Rasenmäh-Traktor übers Gelände zu fahren (sozusagen ein "Hausmeister-Value-Ansatz" ^^), hat der sicherlich ziemlich Spaß an seinem Job ^^, aber die anderen Interessengruppen (z.B. die, die das Geld bereitstellen!) sehen das vermutlich nicht so gerne. Und gut für die Umwelt ist das auch nicht.
Es kommt also alles ganz auf die Perspektive an.
Viele Grüße! Sebastian
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